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Dnes je zatvorené.

Das Freilichttheater in Devín wurde zum nationalen Kulturdenkmal erklärt

Die Hauptstadt, die es nach jahrelangen Streitigkeiten zurückerhalten hat, plant seine Wiederbelebung. Dabei soll man sich mit seiner komplizierten Geschichte eingehend auseinandersetzen, um neue Bedeutungen zu schaffen. Was also ist seine Geschichte?

Die Geschichte des Freilichttheaters ist unmittelbar mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs verbunden. Noch vor dem Kriegsbeginn, im November 1938, wurde Devín im Zuge des Münchner Abkommens von der Tschechoslowakei abgetrennt und direkt an Deutschland angegliedert. Symbolisch wurde die Beschlagnahme Devíns unter anderem durch den Beginn des Baus eines Freilichttheaters am Südhang des Burgbergs geltend gemacht. Die erste Veranstaltung fand dort am 28. Mai 1939 unter Beteiligung von etwa 10 000 Menschen statt, obwohl das Freilichttheater noch lange nicht fertig war.


Es handelte sich um das so genannte
Grenzlandtreffen – ein Treffen der Deutschen im Grenzgebiet, um die Einheit, die Zugehörigkeit zum Dritten Reich und den Gehorsam aller Deutschen gegenüber dem Führer Adolf Hitler zu bekunden. Zu diesem Anlass brachten die neuen Verwalter ein hölzernes Hakenkreuz auf dem Burgberg an, das dort mehrere Wochen lang stand.

Das Freilichttheater war in den Monaten zuvor in aller Eile erbaut worden, und seine Bauausführung trug alle Zeichen jener Zeit. Niemand nahm Rücksicht auf den historischen Wert der Burg; so fiel ein Teil der mittelalterlichen Befestigung dem Bau des Zuschauerraumes zum Opfer. Die Ideologie war ausschlaggebend; das Freilichttheater sollte nach dem Vorbild ähnlich gestalteter Orte in anderen Teilen Deutschlands zu einem neuen Wallfahrtsort werden und für aufsehenerregende Propagandaveranstaltungen und die Verbreitung der Idee der Überlegenheit der deutschen Nation und der germanischen Rasse genutzt werden.


Genau einen Monat nach dem Treffen der Grenzlanddeutschen fand hier am 28. Juni 1939 ein Treffen der Lehrergemeinschaft des Wiener Gaues statt. Eine Woche später, am 5. Juli 1939, genehmigten die deutschen Behörden auch das Kyrill- und Methodfest in Devín und erlaubten der slowakischen Bevölkerung, an diesem Tag ohne Pass nach Devín zu kommen, was sonst nicht möglich war. Zu diesem Anlass wurde das Freilichttheater mit deutschen und slowakischen Nationalflaggen sowie mit den Fahnen der Hlinka-Garde und der Hlinka-Jugend geschmückt. Die Hauptrede wurde vom Anführer der Hlinka-Garde, Alexander Mach, gehalten. Interessant war sein Lob für die deutsche Politik gegenüber den Völkern und Nationen in Europa an einem Ort, den Deutschland besetzte und nicht beabsichtigte, ihn dem Slowakischen Staat zurückzugeben.

Der Zweite Weltkrieg brachte Nutzungseinschränkungen mit sich, doch der Zweck des Freilichttheaters als Ort für Massenveranstaltungen blieb auch danach erhalten. Devín wurde am 6. April 1945 befreit. Am 5. Juli 1945 fand hier die erste große Nachkriegsdemonstration unter dem Namen Allslawischer Tag statt. Weitere Massenveranstaltungen folgten immer Anfang Juli auch in den nächsten Jahren. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt, sondern sollte die Vorkriegsfeste der Heiligen Kyrill und Method ersetzen. Nach 1948 wurde ihre Organisation vollständig vom kommunistischen Regime übernommen, wobei das Ziel vor allem in der Verbreitung von Propaganda bestand.

 


Nach der kommunistischen Machtergreifung wurde das Freilichttheater endgültig vollendet. Die Bühne wurde kurz vor dem V. Slawentag, der am 5. Juli 1949 stattfand, fertiggestellt und eingeweiht. Große Veranstaltungen fanden hier noch auch 1950 und 1951 statt. Danach diente fast ein Jahrzehnt lang das Freilichttheater nicht mehr seinem Zweck. „Unmittelbar nach der Machtergreifung begann die kommunistische Regierung mit der Einführung von Maßnahmen gegen den Grenzverkehr, die im Juli 1951 mit der Verabschiedung des Gesetzes über den staatlichen Grenzschutz ihren Höhepunkt erreichten.

Ganz Devín wurde zur Grenzzone erklärt, die nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden durfte. Diese Zone wurde von Soldaten des Grenzschutzes bewacht, die befugt waren, gegen jeden „Eindringling“, auch gegen unbewaffnete Personen, Waffen einzusetzen. Die Nutzung des Freilichttheaters für öffentliche Veranstaltungen war unter diesen Bedingungen undenkbar, die Bevölkerung hatte nicht einmal die Möglichkeit, die Burg zu besichtigen“, sagt Milan Zálešák, der Leiter der Burg Devín.


Devín wurde in den folgenden Jahren zum Schauplatz vieler tragischer Schicksale, als die Grenzsoldaten in diesem Abschnitt gegen Menschen vorgingen, die versuchten, illegal nach Österreich zu gelangen. Eine der Kompanien des Grenzschutzes hatte ihren Sitz sogar direkt im Gebäude des Freilichttheaters, das damals nur für militärische Zwecke genutzt wurde. Im Zuge der politischen Lockerung in den 1960er Jahren wurde Devín aus dem Grenzgebiet entfernt und das Freilichttheater und seine Umgebung wurden wieder für Veranstaltungen mit einem Hauch von kommunistischer Propaganda genutzt.

Mitte der 1960er Jahre verließ die Kompanie des Grenzschutzes die Anlage und 1968 wurde hier ein Café mit direktem Blick auf den Zusammenfluss von der Donau und der March sowie den Zaun des Eisernen Vorhangs errichtet. An diesem Ort wurden einige Fluchtversuche nach Österreich unternommen – mit glücklichem oder tragischem Ausgang. Im Dezember 1989 wurde das Freilichttheater schließlich Zeuge des symbolischen Falls des Eisernen Vorhangs, als während des Marsches Hallo, Europa! der Zaun spontan entfernt wurde.


Die Geschichte des Eisernen Vorhangs in Devín ist das Thema einer neuen Ausstellung, die das Museum der Stadt Bratislava auf der Burg Devín vorbereitet hat.
„Wir haben dieses Thema gemeinsam mit dem Institut für das Gedächtnis der Nation bearbeitet. Die Besucher*innen der Burg Devín können sie ab Mitte Mai 2024 im Ausstellungsraum im Innenhof der mittleren Burg besichtigen“, sagt Milan Zálešák. 

Und wie ging die Geschichte des Freilichttheaters weiter? Im Laufe der Zeit verödete der ehemalige Zuschauerraum und die Natur kehrte hierher zurück. Im Jahr 1985 wurde der Devíner Burgfelsen als bedeutende geologische, botanische und zoologische Stätte zum nationalen Naturdenkmal erklärt, wobei sich der ehemalige Zuschauerraum direkt in seiner Schutzzone befindet. Große Flächen von Devín gehören heute zum europäischen Schutzgebietsnetz NATURA 2000, das von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit dem Ziel ausgerufen wurde, die wertvollsten und am meisten gefährdeten europäischen Arten und Lebensräume zu erhalten.


Die Zukunft des ehemaligen Freilichttheaters ist nach seinem Übergang in den Besitz der Stadtverwaltung von Bratislava noch offen. Die Erklärung des Freilichttheaters zum nationalen Kulturdenkmal bedeutet jedoch, dass jede weitere Nutzung der Anlage, anders als in der Vergangenheit, im Einklang mit dem Schutz der kulturhistorischen und natürlichen Werte stehen muss, die Devín zu einem außergewöhnlichen Ort nicht nur in der Slowakei, sondern auch in Mitteleuropa machen.
 

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