Otvorené od 10:00 do 16:00. Posledný vstup o 15.15.

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Otvorené od 10:00 do 16:00. Posledný vstup o 15.15.

Die Burg Devín im 20. Jahrhundert

Das zwanzigste Jahrhundert war für die Burg sehr turbulent. Die Familie Pálffy, die letzten Privatbesitzer, trat die Burg 1932 für 1.000 Kronen an die Tschechoslowakei ab. Die Zwischenkriegszeit brachte eine Stärkung der symbolischen Bedeutung von Devín, ab den 1920er Jahren wurden hier slowakische Nationalwallfahrten und Feste von Kyrill und Method abgehalten, die die politische Entwicklung jener Zeit widerspiegelten.

Nach dem Wiener Schiedsspruch wurde Devín ab November 1938 Teil des Deutschen Reiches, dem es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges angehörte. Noch vor Ausbruch des Krieges fanden hier mehrere Kundgebungen statt, darunter ein Treffen der Reichsdeutschen mit deutschen Minderheiten im Mai 1939. Zu diesem Zweck wurde an der Südseite des Burgberges ein funktionalistischer Bau errichtet, dessen Dach als Bühne für Freilichtveranstaltungen diente. Das Gebäude wurde erst 1948 fertig gestellt und in der Folge für Aufführungen und Konzerte genutzt. Zur gleichen Zeit wurde jedoch auch der Eiserne Vorhang unter der Burg errichtet.

Während des Kalten Krieges wurden die Burg und ihre Umgebung von Grenzsoldaten kontrolliert, die um jeden Preis verhindern sollten, dass tschechoslowakische Bürger in den Westen flüchteten. Der doppelte Stacheldrahtzaun, die Versperrungen und Wachtürme waren ein Symbol des Totalitarismus, der erst nach der Revolution von 1989 durchbrochen wurde. 2005 wurde unter dem Schloss das Denkmal Tor der Freiheit eingeweiht, das an die Menschen erinnert, die bei der Flucht ums Leben kamen.