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Dnes je zatvorené.

Devín als nationales Symbol

Die Burg Devín, die mit Großmähren, den Fürsten Rastislav und Svätopluk oder den Slawenaposteln Kyrill und Method in Verbindung gebracht wird, ist ein symbolischer Ort im kollektiven Gedächtnis der Slowaken. Sie spielte eine wichtige Rolle in der nationalen Emanzipationsbewegung im 19. Jh., als zwischen 1836 und 1848 mehrere Besteigungen der Burg durch slowakische Patrioten stattfanden. Unvergessen ist der Aufstieg vom 24. April 1836, bei dem Ľudovít Štúr eine feierliche Rede hielt. An Štúr und seine Gefährten knüpften in den 1860er Jahren die Mitglieder der patriotischen Vereinigung Napred (dt. Vorwärts) an.

Die Tradition der Aufstiege erhielt nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 neuen Auftrieb; anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Besteigung durch Štúr und seine Gefährten wurde 1936 auf der Burg feierlich eine Gedenktafel angebracht. Die Bedeutung von Devín als slowakisches und slawisches Symbol blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung der Slowakischen Republik 1993 erhalten.

Die Burg Devín fand auch Eingang in die Werke von Dichtern und Schriftstellern des 19. und 20. Jh. Die großmährische und kyrillomethodianische Tradition wurde bereits von Ján Kollár in seinem Werk Slávy dcera (1832) oder von Ján Hollý in seinen Epen Svatopluk (1833) und Cirillo-Methodiada (1835) thematisiert. In dem Epos Svatopluk wird die Burg Devín als Sitz der großmährischen Fürsten, als Ort großer historischer Ereignisse und als Schauplatz der slawischen Unabhängigkeitskämpfe dargestellt.