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Dnes je zatvorené.

Fundamente der Großmährischen Kirche

Eine wichtige Epoche der slowakischen Geschichte ist die großmährische Zeit, die auch Devín eine bedeutende Entwicklung brachte. Fürst Rastislav, ab der Mitte des 9. Jh. das Oberhaupt von Großmähren, errichtete hier eine mächtige Festung, die nicht nur durch die Natur, sondern auch durch künstliche Befestigungen und vorgelagerte Wallburgen geschützt war. Die erste schriftliche Erwähnung von Devín stammt aus dieser Zeit, der Eintrag in den Fuldauer Annalen von 864 spricht von einer Burg namens „Dowina“. Es muss sich um einen wichtigen Machtsitz mit großer strategischer Bedeutung gehandelt haben. Auf der südöstlichen Anhöhe des Burggeländes sind aus dieser Zeit die Grundmauern eines Sakralbaus mit einem Längsschiff und drei Apsiden erhalten. Die architektonische Form und die Ausschmückung der Kirche lassen vermuten, dass an diesem Ort die christliche Mission unter der Leitung von Kyrill und Method unser Gebiet betrat und dass Fürst Rastislav sie hier erwartet haben könnte. Das Gebäude überlebte nicht lange nach dem Ende Großmährens und verschwand wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 10. Jh. Der Ort behielt jedoch seinen sakralen Charakter, da die Rolle der Kirche von einer kleineren, nur wenige Meter entfernten Rotunde übernommen wurde. Südlich der Kirche sind sechs Gräber mit reichem Inventar erhalten geblieben – hier wurden Ohrringe, Halsketten, Rasseln, Messer, Sporen und Feuersteine mit Feuerstahl gefunden.